
Definition: Farbenlehre
Was bedeutet: Farbenlehre
Die Farbenlehre im Webdesign befasst sich mit der Wirkung von Farben auf den Betrachter und deren harmonischer Kombination. Sie nutzt psychologische Erkenntnisse, um Markenwerte zu kommunizieren und die visuelle Hierarchie einer Website zu unterstützen.
Die Definition der Farbenlehre umfasst das Wissen darüber, wie Farben gemischt werden, wie sie miteinander interagieren und welche unbewussten Assoziationen sie hervorrufen. Im digitalen Bereich arbeiten wir primär mit dem RGB-Farbmodell (Lichtfarben), während wir für die Definition exakter Töne meist Hex-Codes (z. B. #FF5733) nutzen.
Farben sind das erste, was ein Nutzer beim Laden einer Website wahrnimmt – noch vor dem ersten gelesenen Wort. Sie entscheiden maßgeblich über die Glaubwürdigkeit und die Stimmung einer Seite. Blau wirkt beispielsweise oft seriös und vertrauenerweckend (ideal für Finanzen/Versicherungen), während Orange Energie und Optimismus ausstrahlt (perfekt für CTAs). Eine fundierte Farbenlehre sorgt dafür, dass Ihre Website nicht nur “schön” aussieht, sondern Ihre Botschaft emotional untermauert.
Blau:
Wirkung: Vertrauen, Sicherheit, Ruhe und Seriosität.
Branchen: Technik, Banken, Versicherungen und Medizin.
Grün:
Wirkung: Natur, Wachstum, Gesundheit und Entspannung.
Branchen: Nachhaltigkeit, Bio-Produkte, Gartenbau und Finanzen.
Rot:
Wirkung: Leidenschaft, Energie, Dringlichkeit und Appetit.
Branchen: Gastronomie, Sale-Aktionen, Sport und Notfalldienste.
Gelb:
Wirkung: Optimismus, Wärme, Fröhlichkeit und hohe Aufmerksamkeit.
Branchen: Handel, Freizeit, Bildung und Logistik.
Schwarz:
Wirkung: Luxus, Eleganz, Exklusivität und Macht.
Branchen: Mode, Automobilbranche und Premium-Dienstleistungen.
FAQ - Häufig gestellten Fragen zum Begriff: Farbenlehre
Wie viele Farben sollte eine Website haben?
Ein bewährtes Konzept ist die 60-30-10-Regel: 60 % Hauptfarbe (meist dezent/hintergründig), 30 % Sekundärfarbe und 10 % Akzentfarbe für wichtige Elemente wie Buttons. Zu viele Farben wirken chaotisch und mindern die Usability.
Was ist der Unterschied zwischen RGB und CMYK?
RGB (Rot, Grün, Blau) ist für Bildschirme gedacht (Licht). CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Key/Schwarz) wird für den Druck verwendet (Farbpigmente). Da wir Webseiten gestalten, optimieren wir alles für RGB, um leuchtende und korrekte Farben auf Monitoren zu garantieren.
Warum ist der Kontrast bei Farben so wichtig?
Kontrast ist entscheidend für die Barrierefreiheit. Ein hellgrauer Text auf weißem Grund ist schwer lesbar. Wir nutzen Farbkontrast-Prüfer, um sicherzustellen, dass Ihre Inhalte für jeden Nutzer – auch bei direkter Sonneneinstrahlung auf dem Smartphone – gut erkennbar sind.
Können Farben die Conversion-Rate beeinflussen?
Definitiv. Eine Signalfarbe (Akzentfarbe), die nur für den Call-to-Action verwendet wird, sticht sofort ins Auge. Wenn diese Farbe im restlichen Layout nicht vorkommt, weiß der Nutzer instinktiv: „Hier muss ich klicken.“