
Definition: Shared Hosting
Was bedeutet: Shared Hosting
Shared Hosting ist eine Form des Webhostings, bei der sich mehrere Websites einen einzigen physischen Server und dessen Ressourcen (CPU, RAM, Bandbreite) teilen. Es ist die kostengünstigste Hosting-Variante, da die Betriebskosten auf viele Nutzer verteilt werden.
Die Definition von Shared Hosting lässt sich am besten mit einer Wohngemeinschaft (WG) vergleichen: Jeder Bewohner hat sein eigenes Zimmer (seinen Webspace), aber alle teilen sich die Küche, das Bad und den Internetanschluss (die Server-Ressourcen).
Technisch gesehen trennt der Hoster die Nutzer logisch voneinander, sodass man keinen Zugriff auf die Daten anderer hat. Da jedoch alle Nutzer dieselbe Hardware beanspruchen, kann es zum sogenannten „Bad Neighbor Effect“ kommen: Wenn eine Website auf dem Server plötzlich extrem viele Besucher hat oder gehackt wird, kann dies die Performance aller anderen Websites auf demselben Server beeinträchtigen. Für einfache Webvisitenkarten ist Shared Hosting oft ausreichend, für performance-kritische Bricks-Builder-Projekte mit hohem Anspruch an die Ladezeit kann es jedoch zum Flaschenhals werden.
Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile:
- Geringe Kosten: Meist schon für wenige Euro im Monat verfügbar, da die Betriebskosten auf viele Nutzer aufgeteilt werden.
- Einfache Verwaltung: Der Hoster kümmert sich komplett um die Wartung, Updates und die grundlegende Sicherheit des Servers.
- Einsteigerfreundlich: Die Benutzeroberflächen sind simpel gehalten und bieten oft 1-Klick-Installationen für WordPress.
Nachteile:
- Instabile Performance: Die Geschwindigkeit schwankt stark, da sie von der Auslastung der anderen Webseiten auf demselben Server abhängt („Bad Neighbor Effect“).
- Eingeschränkte Kontrolle: Es sind keine individuellen Anpassungen an tiefgreifenden Servereinstellungen oder speziellen Caching-Modulen möglich.
- Sicherheitsrisiko: Da sich alle Nutzer eine Umgebung teilen, können schwerwiegende Sicherheitslücken auf Serverebene theoretisch alle dort gehosteten Accounts betreffen.
FAQ - Häufig gestellten Fragen zum Begriff: Shared Hosting
Warum ist Shared Hosting so günstig?
Da ein Hoster teilweise hunderte oder gar tausende Kunden auf einem einzigen Server unterbringen kann, sinken die Kosten pro Kopf massiv. Dies geht jedoch oft auf Kosten der individuellen Konfigurationsmöglichkeiten und der Geschwindigkeit.
Was ist der "Bad Neighbor Effect"?
Stell dir vor, ein anderer Nutzer auf deinem Server startet eine riesige E-Mail-Kampagne oder hat eine schlecht programmierte Website, die den Prozessor zu 100 % auslastet. Da ihr euch die Hardware teilt, wird auch deine Website plötzlich langsam oder reagiert gar nicht mehr, obwohl du selbst nichts falsch gemacht hast.
Kann man mit Shared Hosting gute Core Web Vitals erreichen?
Es ist möglich, aber schwieriger. Der TTFB (Time to First Byte) ist im Shared Hosting oft schwankend und höher, da der Server erst viele andere Anfragen abarbeiten muss. Für eine stabile Optimierung des LCP ist Shared Hosting daher oft ein Risikofaktor.
Für wen ist Shared Hosting geeignet?
Für kleine Blogs, lokale Vereine oder private Portfolios mit geringem Besucheraufkommen ist es eine solide und preiswerte Wahl. Sobald eine Website jedoch geschäftskritisch ist (E-Commerce, Lead-Generierung), sollte man über ein Upgrade nachdenken.